Wirtschaftskrise – da ist ein Brötchen Grund genug.
// 12. Oktober 2009 // Allgemein, Leben

In letzter Zeit vermehren sich die Fälle, bei denen Angestellte wegen sogenannter Bagatelldelikte fristlos vor die Tür gesetzt werden. Schon länger von den Chefs praktiziert, oder ist der einfache Grund die Krise? In Zeiten schwerer Wirtschaft liegen die Nerven blank und da ist dem Arbeitnehmer jedes noch so kleine Ausschweifen seiner Arbeiter recht, um die, nach geltendem Recht, fristlos zu kündigen. Vergangene Woche wurde eine 59-jährige Sekretärin entlassen, weil sie sich von einem Buffet, welches sie selbst für den Chef und einige Gäste vorbereitet hatte, zwei halbe Brötchen und eine Frikadelle schmecken ließ.
Nachdem sich die Frau jedoch vor Gericht entschuldigte, räumte Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Westfalen, ein, dass sein Handeln eher ungerechtfertigt war. „Es gibt sicher viele Gründe, in besonderen Härtefällen eine fristlose Kündigung aussprechen zu müssen, aber im vorliegenden Einzelfall war ich mit meiner fristlosen Kündigung juristisch nicht besonders gut beraten“, erklärte er dazu. Auch der Anwalt der Sekretärin erklärte, dass sich die Parteien nun in einer außergerichtlichen Einigung versuchen.
Setzt ein Kündigen wegen einer solchen Lappalie nicht irgendwie eine Ebarmungslosigkeit voraus? Ich weiß nicht wie lange die Frau in dem Unternehmen gearbeitet hat, aber eine gewisse Bindung zu seinem Chef sollte man als Sekretärin doch haben. Das war offensichtlich nicht der Fall. Das völlig sozial inkompetente Verhalten des Geschäftsführers finde ich einfach nur absurd. Wer sich in einer solchen Position befindet, der sollte wissen, mit seiner Verantwortung auch umzugehen, zumal manche, welche die Krise bewirkt haben, leider meist die waren, die glimpflich davon gekommen sind…..
Quelle: focus.de
2 Kommentare zu “Wirtschaftskrise – da ist ein Brötchen Grund genug.”







LESENSWERT |
Wer hat schon gewonnen? |
Insegsamt waren es doch 2 Frauen in dieser Firma? Bei der 59 scheiterte der Güteversuch und die andere wird jetzt noch vor Gericht gehen, wird aber auf das selbe rauskommen. Im Betrieb waren sie 34 beziehungsweise fast 20 Jahre.
Naja so etwas kann ich auch nicht mehr verstehen, aber es müssen ja Gründe gefunden werden um den Betrieb verkleinern zu können, wenn man sich denn nicht hinter der Krise verstecken kann.
Lieben Gruß
Sven