Wahlprognose getwittert? 50.000 €, bitte!

// 29. September 2009 // Internet

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Die neuesten Laute rund um Twitter scheinen meine alteingesessene These zu bestätigen: Twitter ist böse! Auf der Kurznachrichten-Plattform tauchten, wie jetzt bekannt wurde, am Tag der Wahl erste Prognosen über den Ausgang dieser aus. Und das ist verboten. Jetzt ermittelt der Bundeswahlleiter Roderich Egeler gegen Unbekannt. Nach dem deutschen Wahlgesetz ist es nämlich nicht erlaubt, Ergebnisse von Wählerumfragen am Wahltag vor Schließung der Wahllokale zu veröffentlichen – denn das könnte das Wahlergebnis beeinflussen. Zum Glück können die etlichen Bürgerumfragen die noch bis 2-3 Tage vor Wahlbeginn ausgewertet und veröffentlicht werden das Wahl-Handeln ja nicht beeinflussen….

Wer also am Sonntag auf Twitter Prognosezahlen gepostet hat, die auf offiziellen Prognosen der verschiedenen Institute basieren (und nur dann!), der sollte auswandern, sich verstecken oder – mein Tipp – einfach mit dem Alltag fortfahren. Denn bis Herr Egeler erstmal die tausenden Einträge “in Ruhe” analysiert hat, dürften so langsam schon die nächsten Wahlprognosen für 2013 auf Twitter erscheinen. Ich meine, wie stellt man sich das vor? Erstmal muss belegt werden, dass verdächtige Einträge überhaupt auf offiziellen Institut-Zahlen basieren und zweitens muss dann noch herausgefunden werden, wer genau hinter dem Beitrag steckt – das ist nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Twitter in den USA sitzt, schier unmöglich. Na ja, mann muss es auch positiv sehen: Jetzt wurden wieder Leute einige Zeit mit Arbeit versorgt, um einen aussichtslosen Versuch zu starten, das Wahlergebnis anzuprangern. Schwachsinn!!! Da hält wohl jemand nicht allzu viel von Guido und Angela…

Quelle: bild.de




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