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Hilfe – Deutschland ist zu dick!

// 8. Dezember 2009 // 1 Kommentar » // Lustiges, Medien

zudick

Man hört ihn überall, den Leitspruch der Ernährungswissenschaftler 2009: “Deutschland und seine Kinder sind zu dick!”. Süßigkeiten sind schlecht, haben viel zu viel Zucker und greifen die Zähne an! “Eine neue Untersuchung der Verbraucherorganisation Foodwatch zeigt, dass viele Kindersüßwarenprodukte weder gesund noch leicht sind..” – Stop! Wer hat das denn behauptet? Bedarf es einer brandneuen Studie für den scharfsinnigen Schluss, dass Süßigkeiten und gesunde Ernährung nichts miteinander zu tun haben? Scheinbar ja. Und während Jahrhunderte alte Erkenntnisse dieser Tage als “Neu” abgestempelt werden, ist die Suche nach einem Sündenbock in der Gesellschaft zu beobachten – wie damals bei den Hexenverfolgungen um 1500, nur mit dem feinen Unterschied, dass diesmal nicht die Zauberer unter den Kritikhammer kommen, sondern die Medien. Ja, die Industrie ist böse und macht uns alle dick!

Wie auch sonst ist es zu erklären, dass die Anzahl fettleibiger Menschen in unserem Lande rapide ansteigt? Die Werbung führt uns alle hinters Licht. Es ist doch eine Unverschämtheit seitens der Hersteller, ihre Produkte als gesund darzustellen, wenn sie es überhaupt nicht sind. Ich meine, wenn auf einem Schokoriegel, bestehend 50 Prozent Zucker und 30g Fett, der Hinweis “Mit viel reichhaltiger Milch und Calcium” angebracht ist, lässt es einen doch schnell zu der Annahme kommen, dass das Lebensmittel wohl das Richtige ist. Der gesunde Menschenverstand, der dann klopft und sich fragt, wie Schokolade und das Adjektiv “nährwertreich” in einem Atemzug genannt werden können, schaltet sich dann gerne mal aus und auch die mit “Lite” deklarierten Chips sind nun Balsam für das Gewissen. Aber seit wann ist die Industrie so hinterhältig? War sie es etwa schon immer? Wenn ja, warum fallen die Menschen dann darauf rein?

Ich habe diesbezüglich eine These und wage zu behaupten, dass wir einfach immer dümmer werden. Geissen, Britt, Taff, Sam und Co. sei Dank! Sind wir den wirklich so vollkommen neben der Spur, ja leben wir den mittlerweile so vollkommen hinterm Mond, dass wir nun nicht mehr die einfachsten Marketing-Tricks, die meistens schon mit Halbwissen zu entlarven sind, durchschauen? Mein Tipp gegen den dicken Oliver: Einfach mal auf die Nährwertangaben, meist nach Umdrehen des Produktes zu entdecken, achten, wenn man wieder den nächsten Schwenk Milchschnitte für seine Liebsten kauft – die Erkenntnis, dass Nutella nicht unbedingt zu jeder Hauptmahlzeit gehört, wird kommen! Ganz bestimmt.

Zusammenhängende Links:
Ferrero, Bauer und Co.: Zuckerbomben für die Kinder!

Au revoir – Internetsperren ab 2010 Realität

// 23. September 2009 // 1 Kommentar » // Internet

sperre

Heiß umstritten ist das gesetzliche Modell der Internetsperre und doch wird es umgesetzt – zumindest in Frankreich. Demnach sollen ab 2010 Personen, die drei mal beim Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material erwischt wurden, vom Internet dauerhaft ausgeschlossen werden. Nach mehreren Anläufen hat das französische Parlament das neue Gesetz mit 258 gegen 131 Stimmen am Dienstag verabschiedet. Ein Richter hat also die Möglichkeit, einen Internetverbrecher für maximal ein Jahr von der Nutzung des WWWs zu verbannen. Das Prozedere läuft wie folgt ab: Eine eigens eingerichtete Überwachungsbehörde verschickt zunächst zwei Abmahnungen. Wenn der Adressat weiterhin illegal Musik, Filme oder andere geschützte Werke auf seinen Computer herunterläd, kann die Kontrollstelle gegen ihn vor Gericht ziehen. Die Sperre bleibt dann aber nicht die einzige Konsequenz – auch mit einer Gefängnis- oder Geldstrafe in Höhe von bis zu 300.000 € ist zu rechnen.

Jetzt ist also Schluss mit lustig bei den Franzosen. Das Argument, was auch die linke Opposition hervorbrachte, dass auch Anschlussinhaber verurteilt werden können, die selbst gar keinen Einfluss auf die Urheberrechtsverletzung haben, ist natürlich nichtig. Es heißt nämlich, wer einen Anschluss auf seinen Namen anmeldet, der hat auch dafür Sorge zu tragen, dass damit kein Unfug betrieben wird. Ich finde das jedoch schwammig. Wie kann es beispielsweise einem Familienvater möglich sein, die Machenschaften seines Sohnes genauestens zu kontrollieren – das kann man schlichtweg nur, wenn man jedes mal bei der Nutzung des Internets durch einen Nicht-Anschluss-Inhaber anwesend ist. Da muss definitiv ein weiteres Konzept erarbeitet werden, wie man solche Fälle behandelt. Ich bin jedenfalls froh, dass es in Deutschland nicht schon soweit ist. Wie kann man jemanden denn bitte für 12 Monate vom Internet kappen? Das ist doch gegen unsere Grundrechte. Was ist wenn beruflich das Internet eine tragende Rolle spielt? Ausschließen vom Internet würde natürlich sowieso nicht funktionieren. Man kann höchstens das Anmelden eines Anschlusses auf gewisse Namen verbieten. Aber das heißt noch lange nicht, dass jemand nicht mehr ins Internet kommt. Ich halte von dem Gesetzesentwurf absolut nichts.

Quelle: stern.de

Zusammenhängende Links:
Rette deine Freiheit!

Schweinegrippe: Keine längeren Schulferien in NRW

// 3. August 2009 // 1 Kommentar » // Allgemein, Leben

schweinegrippe

Am 11. August hat das Düsseldorfer Gesundheitsministerium bekanntgegeben, dass die Schulferien in Nordrhein-Westfalen nicht verlängert werden. Der Unterricht beginnt wie geplant am Montag, den 17. August!

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