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9Live lernt es nicht mehr

// 22. Oktober 2009 // 1 Kommentar » // Lustiges, Medien

9live

Dass die Spiele bei unserem Call-In-Sender Nummer eins nicht ganz fair und transparent von Statten gehen, ist uns, auch nach den unzähligen Kritikvideos auf YouTube und anderen Videoportalen, unlängst bekannt. 9Live musste sich in der Vergangenheit schon einige Male öffentlich rechtfertigen und stand im Sturmfeuer der Kritik, so auch vor kurzem, als der Sender eine Geldbuße in Höhe von 95.000€ abdrücken müsste, da er die neue Gewinnspielverordnung, die im Februar beschlossen wurde, verletzt hat. Die Landesmedienanstalten (ZAK) haben nun die Möglichkeit, statt die Gewinnspiel-Rüpel nur anzuprangern, diese auch mit saftigen Geldstrafen bis zu 500.000€ zu rügen. Professor Norbert Schneider, ZAK-Beauftragter für Programm und Werbung, kündigte bereits an, dass das Strafmaß konsequent ausgeschöpft würde.

Warum lernt aber 9Live immer noch nicht, obwohl es mit dessen fragwürdigen Spielen doch mit knallharten Fakten immer wieder an die Wand gedrängt wird? Ich kann es mir nur so erklären, dass die Einnahmen so hoch sind, dass solche Geldbußen mal eben aus der Portokasse bezahlt werden können und der Sender danach einfach so verfährt, wie vorher – nur das bringt schließlich die Kohle. Wenn man mal bei der Stupidedia das Wort “9Live” eintippt, erhält man eine lustige Zusammenfassung zum Thema Fairness und Transparenz bei 9Live. Wer dann noch dort anruft, ist meiner Meinung selbst Schuld. Andererseits finde ich es ein hartes Stück, dass der Sender jahrelang schon die Zuschauer mit solchen unlösbaren Gewinnspielen abzockt – und das nahezu ungestraft. Scheinbar ist es nicht möglich dem ganzen einen Riegel vorzuschieben. Als Abschluss möchte ich noch eine lustige “Top 10 der unglaublichsten Gewinnspiel-Lösungen im deutschen Fernsehen”, gemacht von Fernsehkritik.tv, zeigen. Mit solchen Videos kriegt man bei YouTube übrigens locker einen ganzen Nachmittag voll.

Zusammenhängende Links:
Stupidedia.org
Fernsehkritik.tv
Stern.de: Geldbuße: Tricksereien kommen 9Live teuer zu stehen

Fotoquelle: © SevenOne Intermedia GmbH

Internetabzocke – Ein Statement

// 4. August 2009 // 1 Kommentar » // Internet, Lustiges

abzocke

Welches Fernsehmagazin, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat, hat es nicht schon zur Genüge durchgekaut: Abzocke im Internet. Da werden sich zwei bis drei Opfer von dreister Abzocke herausgesucht und dann wird darüber debattiert wie unverschämt und schlimm es doch heutzutage mit dem Internet ist und wie schnell man in die Abzockfalle tappen kann.

Donald Duck aus Entenhausen hat es am eigenen Leibe erfahren. Als er sich neulich ganz unbeschwert an seine Windows-Dose setzte, die er einige Tage zuvor noch günstig auf dem Flohmarkt abstauben konnte, ahnte er noch nichts Böses. Er wollte auch mal dieses Internet nutzen, auf das er von einem Bekannten aufmerksam gemacht wurde. Auf der Suche nach einem hochwertigen 0815 IQ-Test im Internet gab er fix bei seinem neuen Freund Google die Suchphrase “IQ-Test kostenlos” ein. Auf Anhieb spuckte Google die tollsten Internetseiten heraus. Donald klickt auf die erste Anzeige mit dem Titel “IQ-Test vollkommen kostenlos*, günstig*, umsonst* “. Die Seite sah richtig professionell aus, die großen Sternchen neben den auffällig gestalteten “KOSTENLOS”-Buttons machten ihn nicht stutzig. Nachdem er die hochwissenschaftlichen Fragen ausgefüllt hatte erschien aufeinmal ein Formular. Um das Testergebnis zu erfahren musste Donald jetzt lediglich seine Adresse angeben und dann würde er endlich wissen, wie es um seine Intelligenz steht. Gesagt getan. Noch schnell die Häkchen bei “AGB’s und Datenschutzbestimmungen akzeptiert” gemacht und fertig ist der Lack. Leider war das Ergebnis erschütternd: Donald hatte einen IQ in der Gegend kurz über dem Gefrierpunkt. Na ja egal.

Zwei Wochen später flattert bei Herrn Duck dann eine Rechnung ins Haus, über 100€. Absender ist der IQ-Test Anbieter. Donald ist böse, er fühlt sich über’s Ohr gehauen und schaltet einen Rechtsanwalt ein, da der Test doch offensichtlich total kostenlos war.

Gegen solche Probleme hat sich die Redaktion von “Computer BILD” ans Werk gemacht, und ein Freeware-Tool gegen Internetabzocke herausgebracht. Ich sage: Total nutzlos! Wer das Internet nutzt, sollte sich auch vorher informieren, wie man damit umgeht. Und dass man bei kostenlosen Angeboten eher skeptisch gegenüber Adressformularen sein sollte, versteht sich von selbst. Bevor man seine Kontaktdaten angibt sollte man auf jeden Fall die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, da dort meistens von versteckten Kosten geredet wird. Auch ein Dutzend Sternchen auf der Webseite sollten einen stutzig machen. Dass diese Art von Geldeintreiberei eine Sauerei ist, steht außer Frage, das möchte ich auch überhaupt nicht bestreiten. Moralisch ist sowas zweifelsohne verwerflich, nur leider ist es rechtlich eine Grauzone, sodass die Betrüger weiterhin ihr Unwesen im Netz treiben können. Mit gesundem Menschenverstand und offenen Augen, sollte man mit Internetabzocke der oben geschilderten Art im Prinzip keine Probleme haben.

Bildquelle: svair @ aboutpixel.de
Zusammenhägende Links:
Der Computer BILD Abzock-Schutz

Abgezockt: Urlauber zahlen drauf!

// 27. Juli 2009 // Keine Kommentare » // Allgemein

urlauber

Gerade habe ich einen sehr interessanten Beitrag bei “EXTRA – Das Magazin” auf RTL gesehen. Dort war das Thema “Abzocke im Urlaub”. Es wurde ein Test mit einer deutschen und einer türkischen Reporterin gemacht, die im beliebtesten türkischen Urlaubsort Antalya verschiedene Kaufsituationen simulieren sollten. Als erstes ging es zur nächsten FastFood-Kette am Flughafen. Dort bestellte die einheimische Reporterin auf türkisch ein Gericht für 14€. Die die Touristin hat sich danach das gleiche Menü ausgesucht und musste 20€ zahlen – abgezockt! Auch waren die beiden in einem Handtaschen-Geschäft. Die deutsche Reporterin hat für eine Handtasche nach vermeindlichem Handeln 65€ gezahlt. Als die Türkin den Laden betrat und die Verkäufer sofort wussten, dass es eine Einheimische ist, bot man ihr genau die gleiche Tasche für 35€ an. Nächster Test: Taxifahren. Für die gleiche Strecke über 7km zahlte die Urlauberin auch hier nicht den richtigen Preis. Häufiger Trick der Taxifahrer ist, auch bei Tag einfach den Nachttarif einzuschalten. Wegen mangelnder Sprachkentnisse wird dann oft nicht gemerkt, dass man draufzahlt. Am meisten über den Tisch gezogen wird man in der Türkei jedoch bei Bootsrundfahrten. Dort zahlten die Touristen 30€ für eine Stunde Bootsfahrt, während Einheimische die gleiche Leistung für ein Drittel des Urlauberpreises genießen konnten. Das Gleiche beim Juwelier. Erst kostet der Ring 200€ und dann darf der Einheimische ihn für 130€ kaufen.

Das Ergebnis des Tests war am Ende, dass die Deutsche für die gleichen Aktivitäten am Tag 110€ mehr gezahlt hätte. Wo kommen wir denn da hin? Unglaublich. m76t3iucnw