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Warum es keinen iPhone-Killer gibt…

// 13. Januar 2010 // 5 Kommentare » // Technik, Soft- und Hardware

Das iPhone. Momentan der Gipfel aller Smartphones, man kann fast sagen: Oft kopiert, aber nie erreicht. Während Apple weiterhin zuversichtlich auf sein drittes Standbein neben iPod und Mac blickt, geht es auf dem Smartphone-Markt heiß her. Das Palm Pre, Motorola Droid und nun auch Googles Nexus One werden in den Medien immer öfter als so genannte “iPhone-Killer” betitelt. Dabei wird in aller Erbsenzähler-Manier nach Features und Eigenschaften gesucht, die das iPhone nicht besitzt. Aber kommt es darauf wirklich an?

Das iPhone hat eine solche Dominanz, dass es für die anderen Smartphones schwierig ist, sich zu etablieren. Und um das zu schaffen, müssen schon schlagfertige Argumente dem Konsumenten gegenüber hervorgebracht werden. Auch wenn in den meisten Tests das iPhone nicht immer als goldener Ritter abschneidet, kann es trotzdem nicht von seinem Thron gestoßen werden. Bei den meisten solcher Kabel1-Tests, die von absoluten Pauschal-Experten gemacht werden, tragen Dinge wie Megapixel der Kamera, Kapazität und kleine Preisunterschiede zum Gesamturteil bei, was dann meistens zur Folge hat, dass das iPhone, laut der Experten, eher nur ein Mittelmaß-Phone ist. Scheinbar hat noch niemand gemerkt, dass es andere Dinge sind, auf die es ankommt. Was mache ich mit einem traumhaften Palm Pre, was vielleicht in der Anschaffung etwas billiger ist, mir aber nicht die rund 125.000 fehlenden Apps ersetzt, die sich mir mit dem Apple iTunes-Store bieten? Ich finde das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Anschaffung und bis dato kann kein einziges Smartphone in Punkto Applications wirklich mithalten.

Womit wir beim Thema wären. Eine Vielzahl an Programmen spiegelt gleichzeitig das Vorhandensein einer großen Entwickler- und allgemein Community wieder. Diese Community ist ein großer Bestandteil des Erfolges, denn diese bedeutet Fortschritt in der Weiterentwicklung. Und dadurch, dass Apple eine Vielzahl an Programmier-Schnittstellen für die Developer zu Verfügung stellt, ist das iPhone zu einer offenen Plattform geworden. Bei o2 wird extra ein Werbeclip finanziert, in dem gezeigt wird, wie man mit dem Palm Pre durch im Hintergrund laufende Programme switchen kann. Was ist los? Immer noch wird das iPhone als nicht Multitasking-fähig deklariert. Wir konnten es schon vor mindestens einem Jahr, und zwar mir einem Jailbreak – technisch sind dem iPhone-Besitzer nur wenige Grenzen gesetzt und das ist ein wirklich riesiger Pro-Punkt für das Apfelfon – da kann man auf eine 5 MP-Kamera auch gerne verzichten und wenn man dem iPhone wirklich Konkurrenz machen möchte, muss man schon etwas anderes können, als 50$ billiger zu sein und etwas schärfere Fotos zu schießen – das ist nunmal so.

Weiterhin hatte Apple das Privileg, erster mit seinem innovativen Smartphone mit Touchfunktion zu sein. Es war in dieser Hinsicht der Vorreiter und klar – alles was danach kam löste erstmal ein “iPhone-Abklatsch”-Raunen in den Köpfen der Verbraucher aus. Es ist eigentlich wie immer. Wenn ich etwas als erstes erfinde bzw. als Neuheit vermarkte, dann gilt es fortan aus meinem Hause als qualitativ hochwertig – alle Unternehmen die dann versuchen, mich nachzuahmen, haben es dann umso schwerer, da die Leute lieber dem Urgestein vertrauen. Und wenn dieses Urgestein dann noch Apple ist, kann man die Sache schon fast als gelaufen betrachten, denn durch den mit Macs und iPods erlangten Kultstatus sind eine Großzahl der Kunden “Aus-Prinzip”-Käufer: “Mit Apple habe ich gute Erfahrungen, Apple ist stabil, Apple sieht gut aus – dann wird das iPhone grandios sein!”

Wie wir also sehen geht es nicht immer in erster Linie um die nüchtern betrachteten, technischen Funktionen, die ein Gerät erfolgreich machen. Das Gesamtpaket muss stimmen – dabei spielt das Marketing eine wichtige Rolle. Und jetzt kommt mir nicht mit irgendwelchen “iPhone-Killern”…

Zusammenhängende Links:
Nexus One vs. iPhone, Droid und Palm Pre

Fotoquelle: billshrink.com

Bus und Bahn: Entschädigung bei Verspätungen

// 10. Januar 2010 // Keine Kommentare » // Leben

Ein kleiner Schritt für die Busunternehmen, ein großer für jeden, der auf Bus und Bahn angewiesen ist. Seit Neujahr gilt in ganz Nordrhein-Westfalen die Mobilitätsgarantie, auf die sich neun Verkehrsverbünde und -betriebe verständigt haben. Ein Traum geht in Erfüllung! Die neue Richtlinie besagt nämlich, dass, wenn ein Bus oder eine Bahn mehr als 20 Minuten Verspätung hat, man sich komplett kostenlos ein Taxi bestellen, oder einen der Fernverkehrszüge (IC/EC oder ICE) nutzen kann. Dabei werden Taxikosten bis zu zwanzig Euro anstandslos zurück erstattet.

Sofern es keine anderen, alternativen Nahverkehrs-Verbindungen gibt, kann man sich fortan also in das warme Taxi setzen, wobei man die anfallenden Kosten zunächst aus eigener Tasche bezahlen muss und man später durch einen Antrag die Kosten-Rückerstattung in Anspruch nehmen kann. Natürlich gilt die neue Regel nicht für alle Situationen. Ausgenommen sind Verspätungen aufgrund von Streiks, Naturgewalten oder Bombendrohungen. Ich war eben kurz davor mir aufgrund der Verspätung meines Busses durch das Schneechaos Daisy ein Taxi zu bestellen, aber leider sind auch Unwetter-Verzögerungen ausgeklammert. Das ist aber zu verstehen, da darauf wirklich niemand Einfluss hat.

Ich finde, es ist ein wirklich großer Fortschritt. Wie oft stand ich mir an der Bushaltestelle die Beine in den Bauch und verpasste Termine. Die Folge war dann immer das Taxi, welches mir zusätzlich zu den Ticket-Abo-Kosten noch weitere finanzielle Aufwendungen bescherte. Jetzt fehlt nur noch eine Bestimmung, was passiert, wenn der verpennte Busfahrer einfach an einem vorbei fährt, ohne die Bushaltestelle zu bedienen…und ja, das habe ich auch schon zur Genüge miterlebt.

Zusammenhängende Links:
Mobilitätsgarantie in NRW: Bei Bus-Verspätungen gibt es Taxigeld

Kinder, geht spielen!

// 9. Januar 2010 // Keine Kommentare » // Lustiges, Medien

Interessant, mit was für PR-Aktionen in der heutigen Zeit versucht wird, sein Unternehmen/Produkt wieder etwas mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Der Kindersender NICK hat sich nun folgendes einfallen lassen: Für einen Tag wird der Sender in diesem Jahr sein komplettes Programm abschalten und die Kinder zum Spielen auffordern, anstatt vor der Glotze zu sitzen. “Wir möchten nicht nur in ihrem Fernsehverhalten eine Rolle spielen, sondern auch ein Begleiter außerhalb des TVs sein. Unseren wachsenden Erfolg und unsere Relevanz bei Kindern und Eltern möchten wir nun einsetzen, um für eine bewusste und vielseitige Lebensgestaltung zu werben.”, heißt es bei NICK. Ein Kindersender soll also ein Teil des Lebens der Zielgruppe werden? Ich glaube man versucht primär die Eltern davon zu überzeugen, ihre Kinder öfter NICK schauen zu lassen, weil es ihnen gut tut, sie bildet und weil der Sender sich so für seine Zielgruppe einsetzt.

Da nimmt man dann auch einen garantierten Quotenverlust in Kauf, mit der Hoffnung durch die Aktion eine positive Resonanz zu bewirken, die sich dann wahrscheinlich auf den Gesamtquotenerfolg des Senders niederschlagen soll, bzw., wie es beim Sender heißt, dessen Profil stärken soll. Ein genauer Termin für das Vorhaben wurde noch nicht genannt, sicher ist aber, dass er nicht im Winter stattfinden soll – das wär’ ja dann sowieso zu kalt…

Zusammenhängende Links:
DWDL.de – Geht spielen: Nick schaltet sein Programm ab