Internetabzocke – Ein Statement

// 4. August 2009 // Internet, Lustiges

abzocke

Welches Fernsehmagazin, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat, hat es nicht schon zur Genüge durchgekaut: Abzocke im Internet. Da werden sich zwei bis drei Opfer von dreister Abzocke herausgesucht und dann wird darüber debattiert wie unverschämt und schlimm es doch heutzutage mit dem Internet ist und wie schnell man in die Abzockfalle tappen kann.

Donald Duck aus Entenhausen hat es am eigenen Leibe erfahren. Als er sich neulich ganz unbeschwert an seine Windows-Dose setzte, die er einige Tage zuvor noch günstig auf dem Flohmarkt abstauben konnte, ahnte er noch nichts Böses. Er wollte auch mal dieses Internet nutzen, auf das er von einem Bekannten aufmerksam gemacht wurde. Auf der Suche nach einem hochwertigen 0815 IQ-Test im Internet gab er fix bei seinem neuen Freund Google die Suchphrase “IQ-Test kostenlos” ein. Auf Anhieb spuckte Google die tollsten Internetseiten heraus. Donald klickt auf die erste Anzeige mit dem Titel “IQ-Test vollkommen kostenlos*, günstig*, umsonst* “. Die Seite sah richtig professionell aus, die großen Sternchen neben den auffällig gestalteten “KOSTENLOS”-Buttons machten ihn nicht stutzig. Nachdem er die hochwissenschaftlichen Fragen ausgefüllt hatte erschien aufeinmal ein Formular. Um das Testergebnis zu erfahren musste Donald jetzt lediglich seine Adresse angeben und dann würde er endlich wissen, wie es um seine Intelligenz steht. Gesagt getan. Noch schnell die Häkchen bei “AGB’s und Datenschutzbestimmungen akzeptiert” gemacht und fertig ist der Lack. Leider war das Ergebnis erschütternd: Donald hatte einen IQ in der Gegend kurz über dem Gefrierpunkt. Na ja egal.

Zwei Wochen später flattert bei Herrn Duck dann eine Rechnung ins Haus, über 100€. Absender ist der IQ-Test Anbieter. Donald ist böse, er fühlt sich über’s Ohr gehauen und schaltet einen Rechtsanwalt ein, da der Test doch offensichtlich total kostenlos war.

Gegen solche Probleme hat sich die Redaktion von “Computer BILD” ans Werk gemacht, und ein Freeware-Tool gegen Internetabzocke herausgebracht. Ich sage: Total nutzlos! Wer das Internet nutzt, sollte sich auch vorher informieren, wie man damit umgeht. Und dass man bei kostenlosen Angeboten eher skeptisch gegenüber Adressformularen sein sollte, versteht sich von selbst. Bevor man seine Kontaktdaten angibt sollte man auf jeden Fall die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, da dort meistens von versteckten Kosten geredet wird. Auch ein Dutzend Sternchen auf der Webseite sollten einen stutzig machen. Dass diese Art von Geldeintreiberei eine Sauerei ist, steht außer Frage, das möchte ich auch überhaupt nicht bestreiten. Moralisch ist sowas zweifelsohne verwerflich, nur leider ist es rechtlich eine Grauzone, sodass die Betrüger weiterhin ihr Unwesen im Netz treiben können. Mit gesundem Menschenverstand und offenen Augen, sollte man mit Internetabzocke der oben geschilderten Art im Prinzip keine Probleme haben.

Bildquelle: svair @ aboutpixel.de
Zusammenhägende Links:
Der Computer BILD Abzock-Schutz




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