Die Debatte um den Finderlohn

// 10. Oktober 2009 // Allgemein

fundlohn

Es ist drei Jahre her, als ein Rentner aus Wiesbaden in einem ICE sagenhafte 400.000€ fand. Er entdeckte das Geld im Oktober 2006 in einer Tüte auf dem Klo eins ICEs auf der Strecke Berlin – Frankfurt/Main. Da sich bis jetzt immer noch kein Besitzer gemeldet bzw. ausfindig gemacht hat geht das komplette Geld an die Bahn. Der Rentner erhielt seitens dieser einen Finderlohn von 25.000€ – ist das gerecht? Ein Sprecher sagte, dass mit dem verbleibenden Geld Kinder-Lounges an drei großen Bahnhöfen realisiert werden sollen, in denen Kinder ihre Wartezeit bei Bahnreisen überbrücken können. Mal ehrlich: Große Reden schwingen ist einfach, es müssen Taten folgen.

Ich finde die Verhältnismäßigkeit des Finderlohns gegenüber der Summe, welche das Unternehmen kassiert, nicht gerechtfertigt. Der Mann hat schließlich moralisch einwandfrei gehandelt, ohne ihn wäre das Geld wahrscheinlich nie gemeldet worden und manch einer hätte sich einfach schweigend über 400.000€ zusätzlich gefreut. Und dann belohnt man den Finder mit gerade mal 4% – ein schlechtes Geschäft für diesen. Rechtlich gesehen jedoch völlig im Rahmen: Hätte die Bahn nur 6.000€ locker gemacht, wäre es nach Gesetz auch in Ordnung gewesen, da einer Person nur lediglich 1,5% Finderlohn zustehen…verrückte Welt.

Quelle: stern.de




2 Kommentare zu “Die Debatte um den Finderlohn”

  1. Markus sagt:

    Hmm wieso steht der Bahn das Geld zu und nicht dem Finder? Ich dachte immer wer es findet bekommt es nach Ablauf der Frist? Oder ist das hier der Fall weil es eben in einem Zug gefunden wurde?

  2. Da muß ich mich Markus anschließen – ich dachte auch, dass das Geld nach Ablauf der Frist (1 Jahr?) dem Finder zusteht. Außerdem habe ich 10 % Finderlohn im Kopf – kann aber natürlich sein, dass da je nach Land unterschiedliche Regeln gelten…

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