Archiv für Lustiges

“Media Markt hat mich arglistig getäuscht”

// 16. Januar 2010 // 4 Kommentare » // Lustiges, Technik, Soft- und Hardware

Die Agenda 2010 ist momentan der aktuelle Marketingstreich von Media Markt. Dabei hat besonders eine Aktion Aufsehen erregt: Eine Woche lang war jeder zehnte Einkauf beim Elektronik-Fachmarkt umsonst. Die Gewinner bekamen ihr Geld ohne Wenn und Aber zurück. Dazu muss man erklären, dass jeder Einkauf eine eigene Kassenbon-Nummer hatte. An jedem Tag wurde um 22:30 Uhr auf der Media-Markt Internetseite eine Gewinn-Endziffer veröffentlicht. Jeder, dessen Kassenbonnummer mit der Gewinnzahl endete, konnte sich freuen.

Jetzt gibt es Leute, die sich überlegt haben, dass es doch einen Haken bei der ganzen Sache gegeben haben muss – fix kam man auf die Idee, den nächsten MM zu stürmen und einfach mal alles einzukaufen, was das finanzielle Budget so her gibt, natürlich unter dem Vorwand, dass man alles was man nicht gewinnt, brav wieder zurück bringt. Auf dem Onlineportal von “Der Westen”, las ich eine Geschichte über eine Familie, die genau dies versucht hat. Daniela und Wolfgang aus Essen dachten sich “Ich bin doch nicht blöd”, und lagerten in ihrer Wohnung unzählige Elektro-Artikel im Wert von über 2 000€. Als sie versuchten die nicht gewonnene Ware wieder gegen Bares umzutauschen, fertigte der Media Markt sie lediglich mit Wertgutscheinen ab – ich meine, der ist ja auch nicht blöd…

Das Lustige an dem Artikel ist aber, dass Daniela und Wolfgang für ihre Dämlichkeit als Opfer dargestellt werden. “„Stattdessen sollten wir aber mit Gutscheinen abgefertigt werden”, empört sich Wolfgang W.. „Die versuchen die Kunden abzuzocken und spielen mit gezinkten Karten. Ich behaupte, dass die Aktion bewusst so geplant war!” Ich finde es interessant: Da will man bescheißen, es klappt nicht und dann sind die anderen es Schuld. Köstlich! Natürlich waren die beiden nicht die einzigen, die ihre Ware in rauen Mengen wieder zurückgebracht haben, auf die “clevere” Geschäftsidee sind sicherlich einige Kunden gekommen. Leider lag die Mehrheit mit der Annahme, der Markt sei verpflichtet, das Geld wieder zurück zu erstatten, gänzlich falsch. Der Media Markt unterliegt keiner gesetzlichen Verpflichtung, Waren gegen Bargeld umzutauschen, auch wenn sein Motto “Umtausch ohne Wenn und Aber” etwas irreführend, trotzdem aber völlig korrekt ist.

Am Ende des Artikels steht: “Die W’s. wollen weder auf den ungeöffneten Kisten, noch auf den Gutscheinen sitzen bleiben und jetzt einen Anwalt einschalten”. Ich schätze die werden verlieren…Doof bleibt doof, da helfen eben doch keine Pillen. Ach, und: Ich habe bei Media Markt eine 1TB-Festplatte ergattert, vielen Dank!

Zusammenhängende Links:
Der Westen: Kunden fühlen sich von Media Markt “arglistig getäuscht”

Bildquelle: mediamarkt.de

Kinder, geht spielen!

// 9. Januar 2010 // Keine Kommentare » // Lustiges, Medien

Interessant, mit was für PR-Aktionen in der heutigen Zeit versucht wird, sein Unternehmen/Produkt wieder etwas mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Der Kindersender NICK hat sich nun folgendes einfallen lassen: Für einen Tag wird der Sender in diesem Jahr sein komplettes Programm abschalten und die Kinder zum Spielen auffordern, anstatt vor der Glotze zu sitzen. “Wir möchten nicht nur in ihrem Fernsehverhalten eine Rolle spielen, sondern auch ein Begleiter außerhalb des TVs sein. Unseren wachsenden Erfolg und unsere Relevanz bei Kindern und Eltern möchten wir nun einsetzen, um für eine bewusste und vielseitige Lebensgestaltung zu werben.”, heißt es bei NICK. Ein Kindersender soll also ein Teil des Lebens der Zielgruppe werden? Ich glaube man versucht primär die Eltern davon zu überzeugen, ihre Kinder öfter NICK schauen zu lassen, weil es ihnen gut tut, sie bildet und weil der Sender sich so für seine Zielgruppe einsetzt.

Da nimmt man dann auch einen garantierten Quotenverlust in Kauf, mit der Hoffnung durch die Aktion eine positive Resonanz zu bewirken, die sich dann wahrscheinlich auf den Gesamtquotenerfolg des Senders niederschlagen soll, bzw., wie es beim Sender heißt, dessen Profil stärken soll. Ein genauer Termin für das Vorhaben wurde noch nicht genannt, sicher ist aber, dass er nicht im Winter stattfinden soll – das wär’ ja dann sowieso zu kalt…

Zusammenhängende Links:
DWDL.de – Geht spielen: Nick schaltet sein Programm ab

Domain-Grabbing, ich war schneller!

// 3. Januar 2010 // Keine Kommentare » // Internet, Lustiges

Eine Domain ist in unserer Internet orientierten Welt soetwas wie eine Postleitzahl, eine Hausnummer oder eine Straße. Verschiedene Webseiten verbirgen sich dahinter und bauen sich ihren Namen hinter den virtuellen vier Wänden auf. Google, Facebook, Wikipedia – alle haben sie es vorgemacht und es geschafft, in aller Munde zu sein – auch in der nicht-digitalen Welt. Für manche eine gute Möglichkeit sich mit fremden Federn zu schmücken. Die meisten Unternehmen handhaben es so, dass sie zeitgleich mit der Originaldomain auch Domains anmelden, die aus häufig passierenden Rechtschreibfehlern entstehen können. Tippt man zum Beispiel “www.goggle.de” in seine Adresszeile ein, wird man auf die bekannte Suchmaschine weitergeleitet. Das klappt aber nicht immer. Hier eine Liste, der versäumten Domain-Anmeldungen.

Twitter
Der Microblogging-Dienst ist unter Twitter.com zu erreichen. Wer sich vertippt und ausversehen mal ein “t” vergisst, landet auf einer kommerziellen Linksammlung.

Das weiße Haus
Ein Klassiker ist mittlerweile die Domain “whitehouse.org”. Dort wird man amüsanter Weise noch mit Informationen rund um Alt-Präsident George W. Bush versorgt. Die offizielle Webseite ist jedoch “whitehouse.gov”.

Wikipedia
Der Buchstabendreher “Wikipeida” dürfte relativ häufig vorkommen und hat ebenfalls den Aufruf einer kommerziellen Linksammlung zur Folge.

Amazon
Wer die Seite “amazone.de” aufruft, gelangt auf die Webpräsenz eines Traktorherstellers. Zum Schmunzeln ist dabei, dass direkt auf der Startseite ein Verweis auf das Online-Versandhaus untergebracht ist.

Microsoft
Unter “mircosoft.de” befindet sich die schlichte Aussage: “This domain has been blocked”.

Flickr
Die Besitzer der Domain “flicker.com” scheinen mit ihrer Namens-Verwandheit zum Online-Fotodienst Profit machen zu wollen. Man gelangt auf eine inhaltslose Seite, die Auskunft über Visits und Besucherzahlen der Domain gibt und anschließenden Kontaktmöglichkeiten.

Im Prinzip kann man mit einer solchen Domain echtes Geld machen. Große Unternehmen wie Google und eBay haben jedoch vorzeitig darauf geachtet, aus Imagegründen verschiedene “Vertipper-Domains” aufzukaufen. Besonders das mit dem weißen Haus kann man jedoch, finde ich, schon fast als Irreführung bezeichnen.

Zusammenhängende Links:
Domainvertipper: Fotoshow

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