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Die zehn größten Rechtsirrtümer

// 7. Oktober 2009 // 1 Kommentar » // Allgemein, Die zehn...

gesetzirrtum

Das Gesetz. Jeder hat Zugriff, jedem steht es offen und doch ist es ein verschlossenes Tor – ein Buch mit sieben Siegeln. Ich finde es spannend, mit was für Annahmen oder falschen Ansichten in den Tag hinein gelebt wird, bei denen keiner je auf die Idee gekommen wäre, Sachverhalte zu hinterfragen. Und so kommt es, dass sich manche Gesetze einfach einbürgern und schlichtweg falsch wiedergegeben werden. Das Team von zehn.de hat die zehn größten Rechtsirrtümer zusammengefasst. Sehr aufschlussreich und interessant.

1. Nach einem Unfall genügt das Hinterlassen der Personalien.
- Einfach einen Zettel mit Namen und Telefonnummer am Unfallort hinterlassen ist strafbar: Fahrerflucht (Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – § 142 StGB). Folgen können hohe Geldstrafen plus Fahrverbot oder Führerscheinentzug sein.

2. Man muss auf der Autobahn mindestens 60 km/h fahren.
- Stimmt nicht. Man muss lediglich ein Auto fahren, welches in der Lage ist, die 60 km/h zu bewältigen. Wie schnell Sie letztendlich fahren, ist Ihre Sache. Der Verkehrsfluss sollte allerdings nicht behindert werden.

3. Nach dem übermäßigen Verzehr von Alkohol lasse ich das Auto stehen und fahre Fahrrad.
- Ist möglich, jedoch vorsicht: Fahrradfahrer gelten ab einem Promillewert von 1,6 als fahruntauglich. Wer erwischt wird, kann mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

4. Wenn der Kellner nicht abrechnen kommt, darf ich gehen ohne zu zahlen.
- Das kann man so nicht gelten lassen, da Sie eine Leistung in Form von Essen und Trinken in Anspruch genommen haben. Nach 30 Minuten kann man die Rechnung jedoch um 20% kürzen. Sollte an der Theke auch niemand zum Abrechnen verfügbar sein, ist man verpflichtet Name und Anschrift im Lokal zu hinterlassen um die Rechnung per Post zu empfangen.

5. Ich darf mein Hab und Gut meinem Haustier vererben.
- Leider nicht möglich, Tiere sind nicht rechts- und somit nicht erbfähig. Das Tier an sich kann jedoch vererbt werden.

6. Der Vermieter darf jederzeit in seine Wohnung.
- Falsch. Sollte er jedoch dennoch die Wohnung betreten müssen, so muss er dies plausibel begründen und rechtzeitig ankündigen. Ein Vermieter darf nur alle zwei Jahre seine vermietete Wohnung ohne konkreten Grund besichtigen.

7. Bei einer Pauschalreise genügt es, sich erst nach der Reise zu beschweren.
- Irrtum. Sollten Service oder Unterkunft nicht den Anforderungen oder Beschreibungen entsprechen, muss man dies noch während des Aufenthaltes bemängeln, da Preisnachlässe ansonsten nicht mehr möglich sind.

8. Auf Kleindiebstahl folgt kann keine fristlose Kündigung folgen.
- Falsch. Denn auch das geklaute Käsebrötchen kann Grund für eine sofortige Kündigung sein.

9. Reduzierte Ware darf nicht umgetauscht werden.
- Oh doch. Ist die Ware mangelhaft, hat der Kunde jederzeit die Möglichkeit das Produkt zu reklamieren.

10. Bei Ebay werden Waren versteigert.
- …ist nicht richtig, da niemand die Zuschläge erteilt und somit kein Auktionator vorhanden ist. Der Käufer bestimmt den Preis und der Verkäufer stimmt zu. Demnach gelten für gewerbliche Anbieter die normalen Widerrufsdaten des Fernabsatzrechts.

Ich hoffe Ihr seid jetzt ein wenig schlauer. Wer sich allgemein für das Thema interessiert, dem empfehle ich die Bücher von Rechtsanwalt und Autor Ralf Höcker.

Zusammenhängende Links:

zehn.de – Die 10 größten Rechtsirrtümer
Langenscheidt: Anwalt-Deutsch Deutsch-Anwalt

Ein Tag im Zeichen des Strichcodes

// 7. Oktober 2009 // 1 Kommentar » // Allgemein, Leben

barcode

Bei Google schon längst am heutigen Tage als Logo verewigt, möchte auch ich mich noch dem Geburtstag des Strichcodes widmen. Die heutige Mischung aus Strichen und Zahlen begann in Deutschland im Jahre 1977 ihre Existenz. Damals wurde der Strichcode zum ersten Mal auf einer Gewürzmischung der Firma Wichartz aus Wuppertal verwendet. Erfunden wurde er hingegen bereits 1949, vor genau 60 Jahren. Aber was für eine Bedeutung hat der Zebrastreifen in unserer heutigen Zeit? Er ist mittlerweile der europäische Standard all unseres Handels, Länder übergreifend.

Es hat lange gedauert, bis der Strichcode auch in Deutschland eingeführt wurde, wo er doch schon ca. 30 Jahre vorher von zwei US-Amerikanern erfunden wurde. Der meist 13-stellige Code an sich beginnt immer mit der 2- bis 3-stelligen Länderziffer. Die Zahlen 40 bis 43 sind dabei Deutschland, wobei 440 in der damaligen Zeit für DDR-Waren stand. Mittlerweile scheinen die Tage des Strichcodes aber gezählt. Es ist momentan bereits die Rede von der Ersetzung durch sogenannte Radiofrequenz-Etiketten. Vorteil dieser ist, dass sie zum Beispiel direkt das Mindesthaltbarkeitsdatum enthalten können und weiterhin, dass das Scannen und Gepiepse einzelner Produkte ein Ende hat, da man seinen kompletten Einkaufswagen nur noch durch ein “Funk-Gate” schieben müsste. Bis es soweit ist, wird aber wahrscheinlich noch ein wenig Zeit vergehen und solange: Ein Hoch auf den Strichcode.

Quelle: stern.de

Zusammenhängende Links:
Google Logo: Strichcode
Strichcode Doodle Google
Google Doodle – Der Strickcode

Good day, me name is Guido Westerwelle.

// 5. Oktober 2009 // Keine Kommentare » // Allgemein, Lustiges

westerwelle

Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP und großer Gewinner der Bundestagswahl 2009 machte jüngst deutlich, dass es sich in einer deutschen Pressekonferenz einfach gehört, auch gleichsprachige Fragen zu stellen. Als ein BBC Reporter anfing, unseren Guido dann, dreister Weise, auf Englisch zu befragen, konterte dieser souverän und ohne zu zögern: “Wenn Sie bitte so freundlich wären, weil das eine Pressekonferenz in Deutschland ist…So wie es in Großbritannien üblich ist, dass man dort selbstverständlich Englisch spricht, so ist es in Deutschland üblich, dass man hier Deutsch spricht.” – Ein hartes Stück für einen vermutlich angehenden deutschen Außenminister. Gut, die Hoffnung, dass Westerwelle aus reinem Prinzip so reagiert hat und nicht etwa weil die Englischkenntnisse nach Abschluss der mittleren Reife einfach nicht wirklich umfangreich waren, besteht nach wie vor noch. Leider löst sich diese Hoffnung nach dem folgenden Video erschreckender Weise in Luft auf: Guido Westerwelle über “The Aufschwung”….

Ich schätze, der Versuch die nicht vorhanden Englischkenntnisse auf der deutschen Pressekonferenz zu vertuschen, ist – wie man diesem Video entnehmen kann – nicht wirklich geglückt. Jetzt weiß die Nation: Unser Guido muss für den Posten als Außenminister noch ein paar Grammar-Lessons besuchen. Ach, das kriegt er schon hin. Wichtig ist doch, dass er seine Ziele mit seiner Partei verwirklichen kann!

Fotoquelle: guido-westerwelle.de
Zusammenhängende Links:
Guido Westerwelle: In Deutschland spricht man Deutsch!