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Hitler wirbt in Thailand

// 19. Oktober 2009 // 1 Kommentar » // Allgemein

hitler

Wo er doch vor kurzem erst bei einer Anti-Aids-Kampagne zu sehen war und sich dort freizügig präsentierte. Jetzt wirbt Adolf Hitler aber auch im Ausland: in Thailand. Der deutsche und israelische Botschafter sind empört. Eine meterhohe Reklametafel prankt nämlich an der Autobahnausfahrt zum Küstenort Pattaya, etwa 100 Kilometer südöstlich von Bangkok. Darauf ist Hitler, seinen Gruß ausführend, mit den Worten “Hitler ist nicht tot!” zu erkennen. Aber was hat es mit dieser absurden Werbetafel auf sich? Das Plakat wirbt für ein neues Wachsfigurenkabinett, welches im November öffnet und für dessen Marketing, neben Hitler, auch Mahatma Gandhi und Michael Jackson verwendet wurden. “Das war eine Geschmacklosigkeit, aber ich bedanke mich für die Schnelligkeit, mit der die Behörden reagiert haben”, erklärte der deutsche Botschafter in Bangkok, Hanns Schumacher, gegenüber der DPA am Sonntag.

Der Betreiber des Kabinetts “Louis Tussaud’s” entschuldigte sich übrigens auch noch persönlich, nachdem er einen Protestbrief vom israelischen Botschafter Itzhak Shoham bekam. Darin heißt es, israelische Touristen, die nach Pattaya fuhren, seien entsetzt gewesen. Das Bild und dessen Unterschrift seien nicht nur widerwärtig für Holocaust-Überlebende, sondern für jeden, der rassistisches Verhalten verabscheut.” Das Plakat ist inzwischen verdeckt.

Ich finde die Figur Hitler wird im Moment etwas zu stark als Mittel zum Zweck genutzt. Hauptsache mit provokanter Werbung auf sich aufmerksam machen, ohne die möglichen Konsequenzen im Auge zu haben und die Grenzen des guten Geschmacks zu kennen. Hitler im Wachsfigurenmuseum abzubilden, finde ich noch in Ordnung, da es nunmal ein einflussreicher Mann der Geschichte war. Ihn aber für alle möglichen Werbezwecke zu missbrauchen, ist absurd und falsch.

Fotoquelle: © Maxmilian Wechsler/AP

Wirtschaftskrise – da ist ein Brötchen Grund genug.

// 12. Oktober 2009 // 2 Kommentare » // Allgemein, Leben

kuendigung

In letzter Zeit vermehren sich die Fälle, bei denen Angestellte wegen sogenannter Bagatelldelikte fristlos vor die Tür gesetzt werden. Schon länger von den Chefs praktiziert, oder ist der einfache Grund die Krise? In Zeiten schwerer Wirtschaft liegen die Nerven blank und da ist dem Arbeitnehmer jedes noch so kleine Ausschweifen seiner Arbeiter recht, um die, nach geltendem Recht, fristlos zu kündigen. Vergangene Woche wurde eine 59-jährige Sekretärin entlassen, weil sie sich von einem Buffet, welches sie selbst für den Chef und einige Gäste vorbereitet hatte, zwei halbe Brötchen und eine Frikadelle schmecken ließ.

Nachdem sich die Frau jedoch vor Gericht entschuldigte, räumte Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Westfalen, ein, dass sein Handeln eher ungerechtfertigt war. „Es gibt sicher viele Gründe, in besonderen Härtefällen eine fristlose Kündigung aussprechen zu müssen, aber im vorliegenden Einzelfall war ich mit meiner fristlosen Kündigung juristisch nicht besonders gut beraten“, erklärte er dazu. Auch der Anwalt der Sekretärin erklärte, dass sich die Parteien nun in einer außergerichtlichen Einigung versuchen.

Setzt ein Kündigen wegen einer solchen Lappalie nicht irgendwie eine Ebarmungslosigkeit voraus? Ich weiß nicht wie lange die Frau in dem Unternehmen gearbeitet hat, aber eine gewisse Bindung zu seinem Chef sollte man als Sekretärin doch haben. Das war offensichtlich nicht der Fall. Das völlig sozial inkompetente Verhalten des Geschäftsführers finde ich einfach nur absurd. Wer sich in einer solchen Position befindet, der sollte wissen, mit seiner Verantwortung auch umzugehen, zumal manche, welche die Krise bewirkt haben, leider meist die waren, die glimpflich davon gekommen sind…..

Quelle: focus.de

Die Debatte um den Finderlohn

// 10. Oktober 2009 // 2 Kommentare » // Allgemein

fundlohn

Es ist drei Jahre her, als ein Rentner aus Wiesbaden in einem ICE sagenhafte 400.000€ fand. Er entdeckte das Geld im Oktober 2006 in einer Tüte auf dem Klo eins ICEs auf der Strecke Berlin – Frankfurt/Main. Da sich bis jetzt immer noch kein Besitzer gemeldet bzw. ausfindig gemacht hat geht das komplette Geld an die Bahn. Der Rentner erhielt seitens dieser einen Finderlohn von 25.000€ – ist das gerecht? Ein Sprecher sagte, dass mit dem verbleibenden Geld Kinder-Lounges an drei großen Bahnhöfen realisiert werden sollen, in denen Kinder ihre Wartezeit bei Bahnreisen überbrücken können. Mal ehrlich: Große Reden schwingen ist einfach, es müssen Taten folgen.

Ich finde die Verhältnismäßigkeit des Finderlohns gegenüber der Summe, welche das Unternehmen kassiert, nicht gerechtfertigt. Der Mann hat schließlich moralisch einwandfrei gehandelt, ohne ihn wäre das Geld wahrscheinlich nie gemeldet worden und manch einer hätte sich einfach schweigend über 400.000€ zusätzlich gefreut. Und dann belohnt man den Finder mit gerade mal 4% – ein schlechtes Geschäft für diesen. Rechtlich gesehen jedoch völlig im Rahmen: Hätte die Bahn nur 6.000€ locker gemacht, wäre es nach Gesetz auch in Ordnung gewesen, da einer Person nur lediglich 1,5% Finderlohn zustehen…verrückte Welt.

Quelle: stern.de