Apple: Schnapsidee Glossy-Display…

// 12. August 2009 // Technik, Soft- und Hardware

glossymatt

Seitdem Apple Ende 2008 die neue Produktreihe, die ausschließlich mit Glossy-Displays ausgestattet ist, auf den Markt geworfen hatte, ist eine heikle Diskussion im Gange. Glossy-Displays, was ist das eigentlich? Im Prinzip ein stinknormales Display, auf welches eine Glasscheibe gelegt wird. Apple verspricht sattere und brillantere Farben mit der “Innovation”. Erstaunlicher Weise haben die Kunden aber diesmal nicht alles gefressen, was der Kult-Apfel ihnen vorlegte. Kurz nachdem die neue Produktreihe an den Start ging, wurden erste Petitionen gegen die neuen Displays im Internet eröffnet, die auch schnell ihre Anhänger fanden. Ein spiegelndes Display – was soll der Quatsch? Es ist ja nicht so, dass ich ein Problem damit hätte, die komplette Zeit meiner Arbeit am Computer in mein Angesicht zu blicken, aber wenn ich mit Photoshop ein Bild bearbeite und zeitgleich sehe, wie der Nachbar im Fenster hinter mir seine Hecke schneidet, dann nützen mir die satteren Farben leider überhaupt nichts – Wer dann noch einen schwarzen Desktop-Hintergrund auswählt, der hat ganz verloren und braucht sich zum Haare machen den Gang ins Bad zukünftig sparen.

Gut, verkraftbar ist die Sache ja, so lange man in seinen vier Wänden sitzt und notgedrungen, bei strahlend blauem Himmel, die Möglichkeit hat seine Rolladen herunterzulassen um der Spiegel-Last entgegen zu wirken. Die größte und tollste Idee seitens Apple war allerdings, den Glossy-Irsinn auch noch in die MacBooks einzubauen und damit den Sinn eines Laptops, nämlich das unbeschwerte Arbeiten von überall, komplett auszuhebeln. Wenn es nämlich nicht gerade Nacht ist und man tagsüber auf einer Parkbank sitzt, ist mit einem glossyfizierten MacBook leider nichts anzufangen, da man, nach dem vergeblichen Versuch die Helligkeit bis über die Kapazitätsgrenzen zu erhöhen, schlicht und ergreifend nichts erkennt. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt. Ich denke für diese ganzen “Design-vor-Funktionalität”-Fetischisten ist das Glossy-Display dennoch ein Traum – es sieht ja super aus und was Apple auf den Markt bringt, kann ja nicht schlecht sein…

…an diese These glaubt aber das Unternehmen selbst scheinbar auch nicht, da es mit dem gestrigen Tage, bei der 15″ MacBook Pro Reihe die 50€ teure Option auf ein mattes Display anbietet. Danke, Amen! Mit der Frage, warum Apple die kompletten Schnittstellen am MacBook nach links verfrachtet hat, fange ich jetzt lieber nicht an.

Zusammenhängende Links:
Doch wieder matt: Das Apple MacBook Pro 15″




2 Kommentare zu “Apple: Schnapsidee Glossy-Display…”

  1. Rubén sagt:

    Hast du überhaupt mal mit einem glossy MacBook gearbeitet?
    Mein MacBook hat seit 2 Jahren einen glossy Screen und ich habe mich noch nie darüber geärgert. Und ja, ich sitze auch gerne mal im Freien oder mit einem Fenster im Rücken. Aber bei der Helligkeit fallen doch wirklich keine Spiegelungen mehr auf?
    Im übrigen spiegeln matte Displays genauso, teilweise sogar noch mehr, da eine Lichtquelle über eine größere Fläche verteilt werden.
    Und zu der matt-Option der neuen großen MacBook Pros ist zu sagen: schön, dass es das gibt. Ich wollte allerdings nicht die Glasscheibe gegen einen Metallrahmen eintauschen, denn dann ist der Vorteil der Scheibe (das einfachere Putzen) wieder passé.

  2. Chris sagt:

    Ich sitze jeden Tag vor einem MacBook mit einem Fenster im Rücken. Deine Ansicht kann ich leider nicht teilen, und das Matt mehr spiegelt als Gossy, halte ich für ein Gerücht.

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