Archiv für November, 2009

Wallpaper of the Moment #14

// 18. November 2009 // 1 Kommentar » // Internet

3-okt

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Quelle: =LeMex@deviantart

Meine Top 5 der Web-Applikationen

// 17. November 2009 // Keine Kommentare » // Technik, Soft- und Hardware

topapps

Gefangen von der Mac-Website schlechthin MacMyLife.de, möchte ich hiermit das losgetretene “Stöckchen” bedienen. Was sind eigentlich Stöckchen? Ein Blog schreibt zu einem beliebigen Thema einen Eintrag und “schmeißt” dieses Thema dann anderen Blogs zu, die dann darüber etwas schreiben.

Heute geht es um meine persönliche Top 5 der Webapplikationen, also Programmen, die man von überall, mit einigen Einschränkungen, im Netzt aufrufen und nutzen kann.

pixlr Beginnen möchte ich mit pixlr.com! Es ist, meiner Meinung nach, eine der besten Onlineapplikationen überhaupt. Das komplett flashbasierte Programm lässt sich bequem über den Browser starten. Es offenbart einen Photoshop-Klon der Superlative. Ich will nicht sagen, dass es den großen Bruder von Adobe komplett ersetzt, aber es kommt nah dran. Echt klasse! Ausführliches Review

meebo Weiter geht es mit meebo.com! Dort kann man sich problemos in alle möglichen, denkbaren Web 2.0-Plattformen einloggen, alles vom Browser aus. Darunter ICQ, Yahoo!, MSN, Jabber, MySpace, Facebook und, und, und. Für Leute, die einen All-in-One Messenger für unterwegs brauchen ist diese Anwendung perfekt.

notespark Notespark ist ein schlanker Organzier für Notizen, ohne viel Schnick Schnack. Zusammen mit der dazugehörigen iPhone-App besonders nützlich, da sich dann alle Notizen
bequem über EDGE, 3G oder WLAN synchronisieren lassen.

dropbox Mit Dropbox kann man seine eigenen Ordner mittels Einladungen für andere Leute im Internet zugänglich machen. Es lässt sich perfekt in das System integrieren, sodass ein Internetordner kaum noch von Systemordnern zu unterscheiden ist. Einfach per Drag & Drop Dateien hereinschieben und zack: Die Person gegenüber kann sie sofort öffnen und ggf. bearbeiten, ändern oder löschen. Auch bietet Dropbox eine Onlinegalerie an. Ausführliches Review

lastfm Der Last.fm-Scrobbler ist nicht wirklich eine Webapplikation, jedoch finde ich ihn sehr nützlich. Er überträgt alle bei iTunes oder WinAmp abgespielten Songs auf die Last.fm-Plattform und kann daraus lernen um dann z.B. passende Künstler und ähnliche Playlisten anzuzeigen. Ich nutze ihn übrigens für die WiseStatements-Sidebar, um meine zuletzt gespielten Songs anzeigen zu lassen. Man kann sich den Scrobbler ähnlich wie iTunes-Genius vorstellen. Er zeigt auch ausführliche Biographien und Künstlerinfos zum aktuellen Lied an.

Gut, dann wähle ich jetzt mal iPhone4ever.eu aus! Was habt ihr für Top-Web-Apps?

Zusammenhängende Links:
Die zehn nützlichsten iPhone-Apps

Die Geschichte des Stephen Glass

// 16. November 2009 // Keine Kommentare » // Lustiges, Medien

glass

Hallo, mein Name ist Stephen Glass. Wir schreiben das Jahr 1998. Ich wurde 1974 in eine Familie jüdischer Abstammung geboren und studierte zunächst an der University of Pennsylvania, bis ich 1993 den Posten des Chefredakteurs bei der Studentenzeitung “Daily Pennsylvanian” übernahm. 1994 brach ich mein Jurastudium ab, um als Redaktionsmitglied beim erfolgreichen Politikmagazin “The New Republic” zu arbeiten. Mein Artikel “Hack Heaven”, der am 18. Mai 1998 erschien, sollte gravierenden Einfluss auf mein journalistisches Leben haben. Die Geschichte war einfach perfekt, jeder in der Redaktion mochte sie. Auch Chuck, der vor kurzem erst den neuen Posten als leitender Chefredakteur bei “The New Republic” übernahm.

Es ging um den 15jährigen Computer-Hacker Ian Restil, der sich in die Datenbank der großen Softwarefirma “Jukt Micronics” eingehackt hatte und anschließend mit dessen Vertretern, seiner Mutter und dem ehemaligen, gescheiterten Basketball-Agenten Joe Hiert an einem Tisch saß, um über die Unterlassungs-Forderung der Firma, seine Hackangriffe, bei denen er die Webseite mit Erotikfotos und der Unterschrift “The Big Bad Bionic Boy Has Been Here, Baby!” zupflasterte, einzustellen. Dabei wiederholte er seine Forderungen ganz klar: “Ich will mehr Geld. Ich will einen Miata. Ich will einen Trip nach Disney World. Ich will das X-Men-Comicheft Nummer eins. Ich will ein lebenslanges Abo für den Playboy.”, worauf die Jukt Micronics-Leute antworteten: “Wir geben dir soviel Geld, dass du deine Schmuddelheftchen, das Comic und das Auto selbst kaufen kannst!”. Eine große Softwarefirma unterbreitete einem 15jährigen Jungen also ein Angebot. Das war die Story! Es kam noch besser. In Nevada versuchte die Polizei frustriert Kampagnen im Radio zu schalten, um die Unternehmen davon abzubringen, Geschäfte mit Hackern zu machen. Immer mehr Hacker heuerten Agenten an, um durch diese lukrative Deals mit den Software-Riesen zu verhandeln.

Mit der Story war ich in der Redaktion wieder sehr beliebt. Sie kam gut an. Ich war allgemein als Autor sehr angesehen und meine Storys waren immer peppig, frisch und zum Schmunzeln. Während wir auf den Release der neuen Ausgabe warteten, erhielt Chuck einen Anruf vom Onlinemagazin “Forbes Digital Tool”. Der Chefredakteur erklärte Chuck, dass alle Nachforschungen zu den Charakteren und Firmen in der Geschichte “Hack Heaven” ins Leere liefen und weder eine Firma namens “Jukt Micronics”, noch ein Hacker namens “Ian Restil” aufzufinden war. Es gab keine “National Assembly of Hackers” oder ein Abkommen in 21 Staaten, was dem Hack-Terror ein Ende setzen sollte. Auch der Agent war nie bekannt. Chuck sprach mich morgens im Büro darauf an. Ich konnte es mir nicht erklären. Ich hatte doch mit allen sich in meiner Geschichte befindenden Personen Kontakt gehabt und saß sogar mit am Tisch als Reporter bei den Verhandlungen zwischen der Firma und dem jungen Hacker. Chuck bat mich meine Notizen von zu Hause zu holen, um ihm Kontaktdaten zu besorgen. Das machte ich natürlich.

Ich gab Chuck die Nummer von Jukt Micronics, zeigte ihm deren Internetseite, besorgte die Visitenkarte des Agenten und sogar die Emailadresse von Ian Restil. Im Bezug auf die Telefonnummer wies ich ihn darauf hin, dass sich dort immer nur der Anrufbeantworter melden würde. Chuck wirkte auf mich unsicher, ich wusste nicht was er von mir gedacht hatte. Die Anschuldigungen vom Forbes Onlinemagazin verhärteten sich. Eines morgens konfrontierte mich Chuck mit seinen Erkenntnissen. Die Telefonnummer von Jukt Micronics hätte nur eine Leitung und die Vorwahl des Ortes, in dem mein Bruder lebte. Auch die Internetseite sei dilletantisch gestaltet worden und läge auf merkwürdigen Servern. Auf Emailadressen bekäme er keine Antwort. Alle anderen Prüfungen der Fakten waren fragwürdig. Ich hatte als Quellenbeleg nur meine Notizen. Mist. Chuck trieb mich ganz schön in die Enge. Er suspendierte mich mit sofortiger Wirkung für zwei Jahre vom Dienst.

Als ich am nächsten morgen meine Sachen aus dem Büro holen wollte, sah ich, dass an unserer Wand, an der bisher alle Ausgaben des “The New Republic” hingen, einige fehlten. Chuck hatte in der Nacht alle meine Storys auf Fakten überprüft und gesagt, das mehr als die Hälfte unter Verdacht der Fälschung standen. Ich war am Ende. Die Sache flog auf – ich wurde komplett gefeuert und gab zu: Ich fälschte mehr als die Hälfte meiner Artikel, die bei “The New Republic” erschienen sind.

Die obige Geschichte beschreibt eine wahre Begebenheit. Stephen Glass ist heute 35 Jahre alt und schrieb ein Buch über sein Leben. 2003 wurde es mit dem Film “Shattered Glass” verfilmt. Am 10 Mai 1998 veröffentlichte der Chefredakteur von “The New Republic” eine öffentliche Richtigstellung der Dinge, mit einer Entschuldigung an die Leser und der Info, dass Stephen Glass gefeuert wurde. Spannende und interessante Geschichte, wie ich finde. Der Film ist weiterhin nur zu empfehlen.

Zusammenhängende Links:
May 18, 1998 – Hack Heaven

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